was gerade in frankreich rund um ed banger recordspassiert, das könnte man fast als wiederbelebung der französischen elektronik bezeichnen. da wären zum einen justice, die nicht nur mich sondern auchdienachbarn kirre machen. oder zongamin, der mit "bongo song" einen der absoluten granaten-tracks auf annie's dj kicks darstellte. oder aber frankreichs hans-dampf, dj mehdi.
gerade mal zwanzig jahre alt, in paris lebend und dabei kinky as hell. und das könnte man ihr auch direkt als erstes vorwerfen: unreflektiertes annehmen männlicher gender-klischees. einer ihrer ersten songs heißt ja auch nicht nur "ready to uff", er teilt dir auch schon in den ersten vier zeilen mit, in welche richtung die reise geht:"me and feadz on a mission
and we're starving to fuck,
it's little uffie of course
it's about to get fucked wild""alles klar", könnte man jetzt sagen, vor allem nachdem man etwas später die plakative ansage "i'm ready to fuck" gehört hat. ja, und schon liegt man völlig falsch. und ganz im ernst: es geht hier auch nicht um rap-skills. das weiß uffie auch selbst und sagt:"yo, i'm a damn crazy brat
and i don't give a fuck"laissez-faire mal anders. und ein ähnliches selbstverständnis wie das von peaches, der chicks on speed oder le tigre.
dabei geht es bei uffie aber doch nicht nur um pose und attitüde, sondern auch um musik. einerseits grime, aber auch hiphop und electro: das sind grob geschätzt die zutaten für uffies produktionen, an denen übrigens auch fabian pianta (alias feadz) und quentin dupieux (alias mr. oizo) beteiligt sind.
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