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  take your time to shit


die kleinen silbernen kreuze auf der brille irritieren am meisten

manchmal ist es kurzfristig besser. manchmal macht es ohne vorbereitung mehr spaß. manchmal ist man lockerer, wenn man gerade kein konzept zur hand hat.

letzte woche war alles noch genau andersherum. donnerstags hatten sich erst the horror the horror, freitags dann kate mosh angekündigt. von langer hand her, mit mehreren mails zwischen mir und promotern, mit akustik-set, mit vorproduktion, mit studiotiming und prinzipiell genügend zeit im rücken.

die man immer dann nicht hat, wenn eine band mit dem auto unterwegs ist. wie der kollege etwas später auch attestierte: die strecke berlin-köln ist seit knapp einem jahr nicht mehr mit freude befahrbar. nur erfährt man selbst sowas leider immer erst wenn es bereits zu spät bzw die band schon im stau ist.

heute war das anders. das wochenende in münster verbracht, die nacht arbeitend hinterm tresen, den vormittag schlafend im bett. und dann diese email, "nachteulen hier bei louisville, (...) jeans teams reimo ist morgen in köln am start. soll ich ihn vorbeischicken?"
ja, bitte!

von kopf auf hatte ich bis dato zwar schon verschiedenes gehört, tatsächlich aber nur zwei stücke als single. normalerweise mache ich dann keine interviews. gerade dann nicht, wenn ich mich wie im fall von jeans team auf musikalischem brucheis bewege. "keine melodien", "oh bauer", hits, jaja, aber wieviel mehr war davon eigentlich noch in meinem kopf?

reimo ist ruhig und freundlich, kurz geknickt über das fehlende bier, sofort danach allerdings verzückt von der hollunder-bionade. und er hat sogar das neue album dabei. wir gehen in unser musikzimmer, das auf 7 quadratmetern auch gleichzeitig raucherraum, musik-abspielstation und abhängzimmer ist. selten dürfte man einen ort finden, der mehr studentische klischees erfüllt.
reimo blättert in der aktuellen spex, rückt die brille auf der nase zurecht, kommentiert das neue album und ist alles in allem einer der angenehmsten gäste, die ich seit langem hatte.

wirklich bemerkenswert ist das öffentliche lob seitens der redaktionskollegen. "was läuft denn da?", "gefällt mir" und so weiter. klingt das für beteiligte musiker dann eigentlich beruhigend, wenn zwei menschen ohne es zu wissen und unabhängig voneinander gutes, wenn auch kurzes über die eigene musik sagen? einem die moralische schulter stärken?

ich glaube, ich würde mich freuen.

und was sagt reimo selbst über "kopf auf"?
>> anhören!


>> jeans team - das zelt [mp3/6,5 mb]
>> jeans team - last christmas [mp3/4,8 mb]
>> jeans team - oh bauer [mov/video/25,4 mb]


previously:
- yet another linkdump (9) mit queens of the stone age & death from above 1979, jeans team, tilly and the wall, schtimm und dem usb-plattenspieler



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gabsi (anonymous) - 25. Oct, 18:26 - link

Es gibt so blogs, da freut man sich über jeden einzelnen neuen Eintrag.



waldar - 26. Oct, 14:59 - link

solches lob treibt mir immer die schamesröte ins gesicht und bringt mich dazu, dinge... [fragment]







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