header

                    

home login logout profil rss feed e-notify      search site topics playlists linkage events myspace about yaid!      



  taigaa! - aus der steppe blablabla

taigaa_cover
bei gegenlicht durchsichtiger: papier ebenso wie musik

ich würde mich selbst als ziemlich haptischen menschen beschreiben. ich ziehe bargeld digitalem vor. ich mag schöne fotos lieber als digitalfotos, auch wenn ich seit jahren kein einziges foto mehr habe entwickeln lassen. ich antworte häufig etwas schleppend auf elektronische post, weil ich treffen mit ausgewählten menschen als angenehmer empfinde. und natürlich bevorzuge ich vinyls gegenüber cds, cds allerdings auch gegenüber mp3. dass diese feststellungen nichts besonderes sind ist mir selbst klar. es ist aber auch eine erklärung dafür, warum mir taigaa erst jetzt auffallen und nicht schon monate früher.

fettpapier. semi-transparentes, milchiges, schwer zu fassendes, durchsichtiges papier. gleichzeitig rar. nicht auf die beschaffungswege, sondern mehr an die häufigkeit der materialwahl bezogen. fettpapier hat etwas eigenes. genau wie taigaa!. vielleicht passen sie deshalb so gut.

fantastico pirato, lady j und dusty gold verbergen sich hinter dem fettpapier. hinter dem darauf gemalten fels in der brandung. den skellettierten schädeln. der aufgewühlten see.
in new york leben sie, arbeiten sie, ihre musik wäre aber eher die ihrer vorfahren. unwillkürlich flackern bilder der großen einwandererwelle nach amerika auf, kofferbepackte, von der hohen see gegerbte menschen auf landungsdocks, zwirbelbärte, schreiende kleinkinder, gackernde hühner, ein geschulterter rationsbeutel, das nötigste hab und gut eben.

musikalisch liessen sich taigaa! vermutlich am ehesten mit deerhoof vergleichen. jener vergleich hinkt schon ein wort später, taigaa! sind vielmehr das vielschichtige, verquere, wunderliche, schwer fassbare pendant zu dieser band aus san fransisco. das erklärt zum einen, warum auf der taigaa!-website muzic statt "music" steht, auch wenn taigaa!'s definition von muzic mit der wörtlichen bedeutung herzlich wenig zu tun hat. zum anderen warum sich scheinbare dissonanzen zwischen casio-piano, violine und perussion nach kurzer zeit in nichtigkeiten auflösen.

taigaa! sind die art musiker, die unerfolgreich und unbekannt bleiben werden, ob der komplizierten zugänglichkeit und unpoppyness. die ich aber deshalb ebenso wie wegen des fettpapiers umso mehr zu schätzen weiß.


>> taigaa! - queen of black diamond [mp3/2,9 mb]
>> taigaa! - ennui ennui ennui catastrophe [mp3/2,7 mb]
>> taigaa! - cosmic matador [mp3/3,6 mb]


previously:
- eat this, pitchfork! germany spliffs deerhoof...



link | 1 kommentar | kommentieren | 0 trackbacks  delicious

Name

Url

Remember my settings?

Title:

Text:


JCaptcha - you have to read this picture in order to proceed
Change Picture

 




recent comments |||   guess? (anonymous): Forget about guns...   vene (anonymous): just counted..384   waldar: janein,   dennis (anonymous): ?  

koelncampuslogo spexlogo

lastfm   made with antville   imprint   Add to Technorati Favorites!