it's been quiet a while since i got boom bip's and gruff rhys' joint effort-album »stainless style« into my hands. back then – i guess it was in january. or was it earlier? later? nevertheless: quite a while – so back then i just gave the album a short listen. at that time i've been pretty obsessed with burial's »untrue«, so that's why. but »stainless style« was a good one, too! it still is!
watching róisín dance the mess around for 30 times over the weekend was good, though i simultaneously fell in love with neon neon's tune »i lust you«. after playing the song for 279 times or so, and after watching the video for around 726 times, i thought i might need to take a closer look at »stainless style« than i did before. i guess you should have a look at it, too, so here it is …
neon neon, »stainless style«, lex records, 2008
this is the packaging, obviously. it shows a female foot in a silver pumps and an older man holding the heel of said court shoe. it looks very mysterious. they seem to make a little sexy time in a car (which is making totally sense btw, since the album is a concept album about john delorean). pretty fancy! but there's more. let's open it up …
this is the inside. surprisingly there isn't a mp3 download voucher nor an usb-stick or all that modern stuff in it. instead, the package contains a so called »compact disc« which used to be pretty popular around the year 1891. it is round and has a hole in the center. also it's reflecting in silver and it says »neon neon« on it. brilliant!
here you can see the booklet. what you can learn pretty soon after unfolding it is that this album is not only a concept album about delorean, but also one about long, silver finger- and toe-nails. the nail art features orange details which might look pretty slick if one is into fetish stuff etc.
the flipside of the inside looks good, too. there are less pictures displayed here since someone decided to write various names, copyright information and all that arty jazz inside of the booklet. the typo is all shiny silver and reflecting my flashlight.
ambitious!
and that was in fact the new neon neon-album … sadly, there is no feet bareness involved in their brilliant, klaus thymann-directed video, which is good for a watch, though!
whataband: rod stewart, stevie wonder, prince, michael jackson & rick james youtube direkt
"this is going to be weird!"
jimmy kimmelnoch weirder aber ist der arbeitsalltag dieser beiden franzosen: seit einem jahr aufstehen, wegfahren, depardieu- und spinal tap-dvds schauen, ankommen, ausruhen, interviews geben, brie essen, auflegen, kräutertee trinken, schlafen, neustarten.
keine parties. keine frauen. kein rock&roll. so sympathisch.
redakteur erzählt krude abenteuerlichkeiten über web 2.0 und user-generated-content, über die (vermeintliche) zukunft von myspace und youtube, die chancen von musiklabels, die chancen der musikpresse und die chancen von musikblogs in die dw-world-kamera, immer schön verhalten, distanz wahrend, abgeklärt, aber optimistisch.
wird irgendwann über dw-astra weggesendet, thema blogs, myspace, stardom, netzhype, uvm, könnte ganz spannend werden, vielleicht aber auch nur dann, wenn man vorher noch nie auf der hype machine war.
...nach vorne bis zum geht nicht mehr! (weekend revisited, pt2)
wie heißt die band die eure bude rockt?
darf ich mal ganz ernsthaft folgende frage stellen: wieso ist nicht jeder deichkind-fan? ich weiß, ich nerve so langsam mit meinenimmerneuenkommentaren zu dieser hamburger technopop-dancegroup, aber es scheinen ja auch immer noch zu wenige mit durchzuziehen.
vor einer woche zog ich noch mit frau sanna zum konzert im fusion club und: was war das wild. t-shirt durchgeschwitzt, kreislauf im keller, federn im rachen, wodka in den augen und die hosen tief mit schmodder jeglicher art getränkt. wild! sehr sogar!
und deshalb habe ich mich auch wie doof auf den nächsten deichkind-auftritt gefreut.
samstags um 10 uhr morgens aus münchen zurückgekommen, gegen 17 uhr mit kopfschmerzen aufgewacht, um gegen halb neun schon wieder von timo mit bier und jägermeister versorgt zu werden. das konnte ja nur gut anfangen.
gegen 22 uhr kamen wir am alten pfandhaus an. bibop, die cola-bier-marke von bitburger, wollte da promotet werden, mit großer geheimniskrämerei, limitierter gästeliste, online-verlosung, "hausschlüsseln" und kostenlosen eintritt für glückliche gewinner oder zufällig akkreditierte.
natürlich geht das nicht ohne konzept! und da man ein dunkles bier zu vermarkten hat, entschied man sich für eine komplett in weiß nachempfundene wohngemeinschaft.
so weit, so abgekupfert! etwas neues war die bibop-wg abseits des konzerts nämlich bei weitem nicht, ich erinnere mich da immer wieder gerne an die ja! wohnung, in der weißes feiern rund um eine marke dargestellt wurde. prinzipiell also ähnlich gut kopiert, wie bibop bei mixery - btw horror meiner jugend - abgeschaut hat. die haben schon in den neunzigern musik und suff zusammengebracht, und das bis zum viva2-konkurs auch recht - haha - geschmackvoll.
am samstag abend war die bibop-wg trotzde ein großer spaß, gerade weil alles weiß war und - so vermute ich jedenfalls - zum abschuss freigegeben. und so tanzten auch menschen fröhlich auf den tischen, kramten in der cd-sammlung rum, inspizierten das badezimer, durchstöberten die kommode, krochen unter betten oder standen einfach nur im schrank. jedenfalls war der abend ein gewaltiger trip, denn je später desto enthemmter, was nicht nur auf mich, sondern ganz allgemein auf alle anwesenden gemünzt war. die einzigen nüchtern gebliebenen waren denn auch die herren der kötter-security, die wenig später zu sechst (!) in hemd, weste, krawatte und anzug gegen einen tollwütigen partymob anzukämpfen hatte.
anders als tollwütig geht bei deichkind mittlerweile auch nicht mehr, denn bei den ganzen kostümen, spielsachen, dem gratis-schnaps, der hüpfburg, dem crowdsurfer-schlauchboot und den vielen blaue-flecken-garanten um einen rum bleibt einem nichts anderes mehr übrig, als sich von der menge mitbewegen zu lassen.
deswegen meine frage: warum ist eigentlich noch nicht jeder fan? das ist schließlich jedes mal indierocker's wet dream, mal völlig aus sich rauszugehen und bei was mit, statt nur angestrengt vor einer band zu stehen und sie "zu sehen".
nach dem konzert war vor der afterparty. völlig fertig versuchten wir nach der rückkehr vom kiosk einen hintereingang zum alten pfandhaus zu finden, was erstens nicht gelang, uns zweitens eine tischtennis-platte im hinterhof entdecken und mich meinen schädel beim exzessiven schaukeln an der beton-decke anschlagen ließ.
die beule ist heute immer noch da. genau wie die verletzung vom konzert in münster.
und mal ganz ehrlich: narben sind zum schmücken da!
ich glaube, ich habe mich seltener verbraucht selten verbrauchter gefühlt als in der vergangenen woche. an vier aufeinanderfolgenden nächten gearbeitet, an sechs aufeinandefolgenden nächten alkohol konsumiert, an mindestens zwei davon exzessiv. und dann zeitumstellung. never mind the verwirrte körper. aber dazu später.
freitags früh gegen 9 uhr schlich ich auf jeden fall aus der wohnung. in meinem zimmer lagen noch mein bruder und christian, beide am abend zuvor angereist. am abend zuvor auch im subzero am tresen festgeklammert bis zum bitteren ende. aber jeder spaß braucht ein ende, jede nacht vor allen dingen. die augen waren jedenfalls rot, drei stunden später, beim blick in den spiegel. zwei stunden und einen dünnen kaffee später saß ich schon im ice. nach münchen. zur bloglesung.
als ich gegen 18 uhr am literaturhaus aufschlage wird dort noch an der deko gefeilt. der saal liegt im dritten stock, quasi "über den dächern von", bestuhlt, das versteht sich von ebenso wie die bühne, auf der wir später sitzen sollen. dirk ist spät an, praktikantin judith versucht uns aufzuklären, wie der abend denn laufen soll. was auch klappt, stellenweise. leider eben nur so lala, weil die veranstaltung mangels geringem zeitlichen vorlauf stellenweise mit der heißen nadel gestrickt war.
abendessen. v.l.n.r.: rose, piwi, markus, nils
um 19 uhr schlägt dirk schließlich auf, telefonate, streit, ärger, medienalltag schätze ich. im restaurant des literaturhauses gehen wir den ablauf durch. bei mir schlägt zu dem zeitpunkt die müdigkeit durch. und dank eines kurzbesuches im 3 stockwerke höher liegenden lesesaals zwecks beschallung mit elektronischer popmusique verliere ich endgültig den faden. wie soll jetzt was laufen? wann bin ich dran? beziehungsweise kann ich audiofiles spielen? macht das sinn? ist das interessant? oder anstrengend? 1000 zeichen entsprechen einer sprechminute. was also mache ich mit den restlichen 8 minuten? und wieso läuft auf dem brandneuen sony vaio eigentlich nur der internet explorer?
auf der bühne mildert der wodka die aufregung. normalerweise sende ich zwar übers mikro, dann aber mit headset und quasi doppelter stimme: eine für den äther, eine fürs eigene ohr. so ist alles recht verwirrend, mit dem funkmikro in der hand. und dann ist da noch das publikum. es sendet sich leichter, wenn niemand zusieht. wie im blog eben.
ich lese texte zu jeans team und deichkind, vor allem aus fanboytum heraus. leider klappt das mit der leidenschaft - die dirk extra betont - an diesem abend nicht so. befürchtete ich jedenfalls, als ich in die verwirrten bis gelangweilten gescihter des zahlenden publikums blickte.
rose geht es ähnlich, nils merkt man seine gesammelte kameraerfahrung an seinem sendungsbewusstsein an: wie auf knopfdruck kann das publikum lachen. komisch.
markus' texte über filesharing bzw. kulturflatrates kann ich absolut nicht unterschreiben und ließe genau das am liebsten aus mir rausplatzen. habe ich mir dann aber doch für später aufgehoben, bringt nämlich nix einen handfesten streit auf der bühne loszutreten. obwohl: das wäre wohl das größte unterhaltungselement des abends gewesen.
nico, guido und piwi schütten derweil ihr herz via gebundenes papier aus. das tut gut, wirkt der abend doch so tatsächlich wie eine wichtige veranstaltung. näher an eine lesung kommen sie aber meiner meinung auch nicht ran: wir sind alle amateure, lese- als auch entertainer-mäßig. meine schlucke aus dem wodka-glas werden dementsprechend größer.
das publikum weiß vermutlich nicht, ob man jetzt von unserer vorstellung peinlich berührt sein oder ob man sich doch besser darüber ärgern sollte, für ebensolche peinlichkeiten auch noch 8 euro gezahlt zu haben. kann man schließlich selber besser und obendrauf noch günstiger.
indie "disco" mit peter, bjorn & john, let's call it off (direkt)
gefühlte zwei stunden später ist der abend für alle beteiligten so gut wie vorbei. wir bringen den letzten schluck bier mit würde die kehle hinunter, vor allem, damit die trockenheit genau dort aufhört. ab da gibt es musik aus der konserve, die die zunehmende leere des saals mit musik füllt. irgendwann bin ich dran: peter, bjorn & john, the whitest boy alive, devendra banhart, the good life, moloko und dann auf die straße.
mit anna, piwi und jacobjochen ist der tresen des atomic café tatsächlich so nett wie angekündigt. da sind dann auch die 7 euro eintritt (hallo?) bzw. der flanger-bekloppte dj (hallo? hallo? flanger ist der überflüssigste dorfdisko-effekt, der außerdem bei indie-stücken vollkommen (vollkommen!) überflüssig ist!) egal.
gegen halb drei fahren piwi, anna und ich weiter zum cord. für mich liegt das nahe genug am bahnhof um vorher noch an einem tripple-whopper (hallo? cholesterin-alarm?!) zu scheitern und wenig später im zug einzuschlafen.
münchen, ich mag dich. irgendwie. hassliebend.
jetzt.de, ich mag dich. und deine lesungen. irgendwie.
fellow bloggers, ich mag euch.
alles wichtige zum abend steht hier, fotos hier.
kopfhörer auf, beirut an, augen zu.
der kater im zug ist übrigens der schlimmste!
die kleinen silbernen kreuze auf der brille irritieren am meisten
manchmal ist es kurzfristig besser. manchmal macht es ohne vorbereitung mehr spaß. manchmal ist man lockerer, wenn man gerade kein konzept zur hand hat.
letzte woche war alles noch genau andersherum. donnerstags hatten sich erst the horror the horror, freitags dann kate mosh angekündigt. von langer hand her, mit mehreren mails zwischen mir und promotern, mit akustik-set, mit vorproduktion, mit studiotiming und prinzipiell genügend zeit im rücken.
die man immer dann nicht hat, wenn eine band mit dem auto unterwegs ist. wie der kollege etwas später auch attestierte: die strecke berlin-köln ist seit knapp einem jahr nicht mehr mit freude befahrbar. nur erfährt man selbst sowas leider immer erst wenn es bereits zu spät bzw die band schon im stau ist.
heute war das anders. das wochenende in münster verbracht, die nacht arbeitend hinterm tresen, den vormittag schlafend im bett. und dann diese email, "nachteulen hier bei louisville, (...) jeans teams reimo ist morgen in köln am start. soll ich ihn vorbeischicken?"
ja, bitte!
von kopf auf hatte ich bis dato zwar schon verschiedenes gehört, tatsächlich aber nur zwei stücke als single. normalerweise mache ich dann keine interviews. gerade dann nicht, wenn ich mich wie im fall von jeans team auf musikalischem brucheis bewege. "keine melodien", "oh bauer", hits, jaja, aber wieviel mehr war davon eigentlich noch in meinem kopf?
reimo ist ruhig und freundlich, kurz geknickt über das fehlende bier, sofort danach allerdings verzückt von der hollunder-bionade. und er hat sogar das neue album dabei. wir gehen in unser musikzimmer, das auf 7 quadratmetern auch gleichzeitig raucherraum, musik-abspielstation und abhängzimmer ist. selten dürfte man einen ort finden, der mehr studentische klischees erfüllt.
reimo blättert in der aktuellen spex, rückt die brille auf der nase zurecht, kommentiert das neue album und ist alles in allem einer der angenehmsten gäste, die ich seit langem hatte.
wirklich bemerkenswert ist das öffentliche lob seitens der redaktionskollegen. "was läuft denn da?", "gefällt mir" und so weiter. klingt das für beteiligte musiker dann eigentlich beruhigend, wenn zwei menschen ohne es zu wissen und unabhängig voneinander gutes, wenn auch kurzes über die eigene musik sagen? einem die moralische schulter stärken?
ich glaube, ich würde mich freuen.
und was sagt reimo selbst über "kopf auf"? >> anhören!
>> jeans team - das zelt [mp3/6,5 mb] >> jeans team - last christmas [mp3/4,8 mb] >> jeans team - oh bauer [mov/video/25,4 mb]
panini war gestern bzw fußball-wm, heute wird beck geklebt.
vor etwas mehr als drei monaten hatte ich mal in einem anflug von guter laune ein, zwei zeilen zum neuen beck-album the informationgeschrieben. und seitdem ist mein kühlschrank zwar etwas vollgeklebter als zuvor, "the information" aber nun endlich hier und als album sehr angenehm und zugänglich.
on my way to the bühne i see all kinds of freaks / uffie live
merkwürdig, was für eine zähe sache zeit sein kann. ich könnte schwören, dass das konzert von uffie jetzt mindestens schon zwei, drei wochen her ist. zeit ist genau wie kälte im winter so subjektiv wie kaum etwas, und gefühlte drei wochen können so auch einfach 7 mehr oder minder vollgepackte tage sein.
einige notizen dazu:
::: bochum ist seinem ruf entsprechend down mit dem pott, vom nachtleben könnte sich allerdings so manche großstadt (hallo herr schramma) noch einiges abschauen. stichwort: außengastronomie bis 3 uhr morgens, beschallung der straße mit exzellenter gitarrenmusik (wie hieß jetzt nochmal dieser laden?). auch gut: gastfreundschaft auf so genannten "examensabschlussparties", die eher den charakter von 40er-geburtstagsfeiern haben. merken: nicht so viel trinken!
::: das hotel shanghai in essen ist vermutlich der zugleich gemütlichste, schönste und angenehmste club, der mir in den letzten beiden jahren begegnet ist. stichwort: dekoration, die bei übersteigertem drogenkonsum zu ausfallerscheinungen führen kann, nein muss. ein publikum, das ob der fehlenden oberflächenspannung essens unter der woche gegen wochenende zum partymob mutiert. sowas gibt es in köln sehr, sehr selten. und ein live-act, den ich anfänglich überhaupt nicht erkannt habe, später hätte interviewen sollen, dann aber zu spät erst finden konnte.
später den neuen schal im zug vergessen.
merken: weniger trinken!
::: wenn ein pizza-lieferservice bei seinen menu-angeboten ankündigt, das getränk sei im preis inbegriffen, dann ist das getränk nicht im preis inbegriffen. das als cleveren trick verstehen und sich für die zukunft merken.
::: vorfeiertage sind die schlimmsten im jahr. wochentags feiert man normalerweise selten, wenn aber, dann gleich richtig schlimm. im vergleich zum wochenende mit 4 statt 100 euro wegzukommen, allerdings nicht minder zerstört, ist der vorteil von geburtstagen am vorfeiertag: exzessiv, lange, schmerzhaft, dafür mit noch netteren menschen. von jan die 458nm-dvd zugesteckt bekommen, sich zu dem zeitpunkt vom kopf her so düster wie die hülle fühlen.
::: feiertage sind übrigens auch schlimm. 458nm allerdings ein gewaltiger animationsfilm, und das sagt einer, der von 3d-animation nicht sonderlich viel ahnung hat.
::: gabe und mattie von the rapture sind vermutlich die unterkühltesten, distanziertesten musiker, die mir seid langer zeit vor das mikrofon gekommen sind. so viel unlust am interview macht mir irgendwann auch keinen spaß mehr, nach 13 minuten reicht mir das theater. ihrer vorgruppe the planeis on fire scheint das so egal zu sein wie mir später auch, die haben nämlich scheinbar großen spaß auf der bühne. soso, aufregend als support von the rapture, jaja, schön und gut, blabla, aber jungs: ihr seid selbst gut! ernsthaft. okay, bastian, man hört dir an, dass außer euch auch eine zweite band aus nürnberg kommt, aber ähnliche stimmen sind ja noch lange kein beinbruch (?). und ganz ernsthaft: wo, wenn nicht in süddeutschland hat man agrarkulturell gesehen ein anrecht auf kuhglocken?! new york?! da gibt es kühe doch nur im zoo oder downtown manhattan...
the rapture hingegen schwingen den klöppel dann doch noch einen takt genauer auf den kuhstahl (wollte ich schon immer mal texten), holen alles aus dem sax und machen schnell die etwas getrübte laune vom vortag gut.
schlussendlich doch nicht nach hause fahren, sondern die letzte straßenbahn auf der couch des ehemaligen mitbewohners versaufen (anmerkung: du trinkst zuviel!). am nächsten tag mit pelziger zunge aufwachen. über die anschaffung einer reisezahnbürste nachdenken.
::: feststellen, dass man sich im wochenrhythmus immer donnerstags ärgert. es merkwürdig finden, dass sich das mit dem ärger proportional zur unordnung in unserem musikarchiv verhält.
::: drei singles statt einem album kaufen. das auch noch für ein gutes geschäft halten.
auch auf 20 qm definiert man nähe durch distanz. mit live
was ganz gut geht: fanboytum! als konstante in meinem leben kann ich festhalten, dass es immer wieder bands mit lokalkolorit gibt, die mich aus den schuhen zu fegen wissen. und zwar vor allem dann, wenn die menschen innerhalb jener bands erfolg in einem alter haben, in dem ich gerade so mein abitur vermasselt bestanden habe. da kommt dann der gönnerhafte jugendneid in mir hoch, die begeisterung für das talent der anderen, der leicht resignierte rückblick auf bisherige eigene leistungen.
schlimmer ist das alles nur noch, wenn menschen aus ebenjenem umfeld mir komplimente machen, vor allem wenn es ums bloggen geht. das ist dann sehr verwirrend, gerade wenn man wenige minuten zuvor noch ein schön inspirierendes konzert gesehen hat, bei dem man sich gewünscht hat, die kölner lücke hätte es nie gegeben. natürlich war man an betreffendem abend selbst teil jener lücke, aber da sist ja nochmal ein anderes thema.
neue probleme. selten einen namen erlebt, der so aussagekräftig und nichtssagend zugleich ist, der aber als titel eines magazins sehr gut funktioniert. vor allem wenn darin so leidenschaftlich schön blogschreibe mit popjournallie gekreuzt zu sehen ist. ehrlich gesagt habe ich vermutlich noch nie ein besseres interview als das mit cat power gelesen.
was vom abend bleibt sind fragen:
- warum kopiert man das din-a5-heft nicht selbst und verkauft es für 4, statt 5 euro?
- warum sind mir 2 flaschen bier aus der hand "gefallen"?
- warum besitzt nicht jeder kölner die deine eltern ep bzw. das darauf gepresste "buchforst"?
- was ist faul in köln?